2. März 2020

Vor ein paar Jahr’n, des Winters Hauch

bließ stark bis in den März

als heuer kurz der Schnee auftaucht

es schien fast wie ein Scherz


War er schon da seit Weihnachtszeit

und grüßte stets verklemmt?

Hat Winters kühle Einsamkeit

mit Wärme überschwemmt?


Den Kindern war’s doch halbes Leid

weil kaum der Schnee verzauberte

Wo war des Winters altes Kleid

das weiß die Welt ummauerte?


So schien ein jeder schon geweiht

dass niemand überrascht wird

Wenn bald schon kommt die Frühlingszeit

und warme Luft den Wind führt


Doch als Kalender Märzen spricht

da schwingt Natur den Stab

So ein gewalt’ger Damm jetzt bricht

und sprenkelt Farb‘ um Farb‘


Den Bäumen gleich entflieht ihr Blass

und blinzelt hell wie Licht

Der Wiesen morgendliches Nass

jetzt blendet das Gesicht


Die ersten Vögel sind zurück

und singen frech ihr Lied

Ein Schneeglöckchen wächst Stück für Stück

und horcht, was so geschieht


Die Brise trägt die frische Luft

in jedes Dorf und Land

Der angenehme, süße Duft

spannt sanft sein grünes Band


Im Schutz von kaltem Morgentau

streckt sich die zarte Blüte

gen Sonnenlicht im Himmelblau

zur herzerfüll‘nden Güte


Ein jeder Mensch der müde war

gewinnt ein mildes Lachen

Die Hoffnung, aus dem frühen Jahr

das Beste nun zu machen


Die ganze Welt, sie ist wie neu

wer konnte das erahn‘?

Doch hört wie sich die Kinder freun:

Hurra, der Lenz ist da!

Der Lenz ist da!