Der Spielzeugfeuerwehrmann

22. Dezember 2020

Es war einmal ein beschauliches Dorf irgendwo in den Alpen, das blickte wieder einmal am Ende des Jahres der Weihnachtszeit entgegen: fast an jeder Ecke verwandelten sich die dunklen, mit Stein gepflasterten Gassen in hell erleuchtete Straßen, in denen viele kleine Hütten süß duftende Lebkuchen und Weihnachtsgebäck anboten. Vor der Kirche im Zentrum stand ein riesiger, bunt geschmückter Tannenbaum, der bereits am Anfang der Einkaufsgasse zu sehen war: Besonders auffällig war die große Spitze mit einer Figur des heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehr.

Lucius, ein kleiner 10-jähriger Junge schlenderte gerne mit seinen Eltern durch den Christkindlmarkt: Hier gab es süße Plätzchen und warmen Punsch, und er konnte sich die Zeit mit Karussellfahren oder Schlittschuhlaufen verbringen. Lucius wohnte mit seinen Eltern in einem großen, ehemaligen Adelshaus direkt im Dorfzentrum: Von seinem Kinderzimmer aus konnte er sogar den großen Christbaum mit der goldenen Spitze sehen! Die Weihnachtszeit war in seiner Familie immer geprägt von üppigen Essen, vielen Geschenken und Treffen mit seinen entfernten Verwandten, was wiederum noch mehr Essen und noch mehr Geschenke bedeutete.

Ein anderer Junge des Dorfes war Arthur, welcher mit seinem armen Großvater in einem morschen alten Holzhaus ganz am Anfang der bunt-geschmückten Straße wohnte. Arthurs Eltern waren vor einigen Jahren bei einem Verkehrsunfall verunglückt, seitdem lebte er bei seinem Großvater, welcher in den letzten Jahren aber zunehmend kränker geworden war. Auch Arthur liebte die Weihnachtszeit, er hatte so viele schöne Erinnerungen an die ruhigen, gemütlichen Tage, als seine Eltern noch gelebt hatten. Damals bastelte Arthur immer rot-weiße Weihnachtsdekorationen aus Pappe mit seiner Mutter, welche sie an die Fensterscheiben der festlich geschmückten Wohnung aufhingen. Dieses Jahr blieb das alte Holzhaus das einzige Haus des Dorfes, an dem keine weihnachtlichen Basteleien angebracht waren, lediglich ein Adventskranz lag auf dem staubigen Küchentisch, welchen Arthurs Opa jedes Jahr von einem alten Freund geschenkt bekam. Öfters am frühen Abend ging Arthur noch alleine auf den Christkindlmarkt, einfach nur um zu schauen, die vielen bunten Farben zu genießen und die süßen Weihnachtsdüfte einzuatmen.

Am Abend, als gerade das zweite Licht auf dem Adventskranz in dem kleinen Holzhaus brannte, fragte Lucius Mutter, was sich er sich denn dieses Jahr zu Weihnachten wünschte. Dieser antwortete griesgrämig: „Ach weißt du Mama, ich verstehe eigentlich gar nicht, warum man sich zu Weihnachten überhaupt etwas schenkt. Statt einem Geschenk könnt ihr mir einfach so Geld geben, dann kann ich mir selber etwas kaufen. Ohnehin habe ich schon genug Geld, dass ich mir alles kaufen kann was ich will. Papa und du, ihr macht ja sogar einen Betrag miteinander aus, für den ihr euch dann gegenseitig ein Geschenk kauft. Warum kauft ihr euch das Geschenk dann nicht gleich selbst? Das erspart Zeit und jeder weiß selbst besser, was er will“.

Lucius Mutter wusste nicht wirklich eine Antwort auf das Gesagte, wurde dadurch aber irgendwie ein wenig wütend und sagte: „Wenn das so ist, dann schenken wir dir dieses Jahr gar nichts, schließlich hast du ja wohl eh schon genug“. Auch Lucius wurde jetzt wütend, rannte in sein Zimmer, nahm den Spielzeugfeuerwehrmann, den er sich letztes Jahr von Mama gewünscht hatte und warf ihn aus dem geöffneten Fenster, durch das jetzt die kalte Dezemberluft mit einem Hauch von Pfeffernüssen drang. „Ich brauche eure Geschenke nicht, ohnehin ist der doofe Feuerwehrmann schon längst nicht mehr im Trend!“, schrie Lucius und schlug die Zimmertür hinter sich zu.

Am selben Abend entschied sich Arthur dafür, mal wieder auf den hellen Christkindlmarkt zu gehen, nachdem er die zwei brennenden Kerzen auf dem Adventskranz leuchten sah, welche das dunkle Küchenzimmer zumindest ein bisschen aufheiterten. Also zog er los und beobachtete die rauschende Kulisse: überall standen lachende Menschen, die Punschkessel dampften Nebelschwaden in den im warmen Kerzenlicht schimmernden Himmel und Arthur genoss die friedliche Stimmung. Ob er dieses Jahr auch wieder Geschenke bekam? Letztes Jahr hatte er von einer Verkäuferin einen großen, braunen Lebkuchen geschenkt bekommen, den er noch 4 Wochen aufbewahrte und bewunderte, bevor er ihn dann genussvoll verschlungen hatte. Arthur ging die komplette Straße hinunter, der festlich geschmückte Christbaum kam immer näher, bis er letztendlich vorne am Kirchenturm angekommen war. Hier stand auch der beste Lebkuchenverkauf des Marktes und so schloss Arthur kurz die Augen, um einmal tief Luft zu holen und den würzigen Geruch von Weihnachten voll zu erfassen. Als er die Augen mit einem herzlichen Lächeln wieder öffnete, bemerkte er ein kleines, stechend rotes Ding, das neben dem Lebkuchenstand leblos auf dem Boden lag. Arthur hob die rote Figur skeptisch auf und staunte: es war ein Spielzeugfeuerwehrmann, den jemand wohl verloren hatte! Arthur schaute nach links und rechts, um sich zu vergewissern, ob nicht irgendjemand die Figur vermisste, aber er war das einzige Kind weit und breit, dass um diese Zeit noch auf dem Christkindlmarkt unterwegs war, so schob er den kleinen Feuerwehrmann strahlend in seine Tasche und schlenderte zufrieden zurück in Richtung Nachhause.

„Wie wohl so ein Leben als Feuerwehrmann war? Bestimmt würde man vielen Leuten helfen und wäre sehr beliebt, außerdem lässt es sich sicher gut leben als Feuerwehrmann“, so dachte Arthur still bei sich und zog immer hin und wieder die kleine Feuerwehrfigur aus seiner Tasche, um sich daran zu erinnern, was für ein schönes Spielzeug er nun hatte. Auf halbem Weg nach Hause kam er an einem kleinen Punschstand vorbei, auf dem das Wappen des heiligen Florian prangerte: Die Feuerwehr war also auch hier! Sofort ging Arthur freudig zu den Punschverkäufern, um ihnen sein neues Spielzeug zu zeigen.

„Hallo ehrenwerte Feuerwehrmänner, kann ich etwas mehr von euch wissen? So gerne wäre ich doch auch später mal ein echter Feuerwehrmann“, sagte Arthur euphorisch und wedelte mit seiner Feuerwehrmannsfigur hin und her. „Na, das sind doch mal gute Neuigkeiten, wir Feuerwehrler brauchen so mutigen Nachwuchs wie dich“, lachte einer der Männer in dem kleinen Holzstand, „und was für ein schönes Spielzeug du hast, damit bist du ja schon bestens ausgerüstet. Gerne erzähle ich dir ein wenig von unserem Feuerwehrmann-Leben!“.

Und so blieb Arthur noch bis spät in die Nacht mit leuchtenden Augen in der klirrenden Kälte am kleinen Holzstand stehen und lauschte den Geschichten des Feuerwehrmanns. Als er heimging, da träumte er davon, auch irgendwann einmal ein echter Feuerwehrmann zu sein und ein normales, glückliches Leben führen zu können. Daheim angekommen, legte er die kleine Feuerwehrfigur auf die Ablage neben seinem knarzigen Bett und träumte vor sich hin: Dieses Jahr hatte er sein schönstes Geschenk bereits vor Weihnachten erhalten.

Einige Tage später war es endlich soweit: es war endlich der Tag des Heiligabends und Arthur wurde von seinem Großvater bereits sehr früh am Morgen geweckt: „Na los Arthur, heute ist Weihnachten, lass uns auf den Markt gehen!“. Bereits die letzten Jahre waren sein Großvater und er immer früh aufgestanden, um den Tag voll auszukosten: alle Menschen hatten eine so fröhliche Ausstrahlung an diesem Tag und lächelten um die Wette, und Arthurs Opa bekam immer sehr viele Geschenke von den vielen Leuten, die er im Dorf kannte: so erinnerte sich Arthur an fein duftendes Brot mit einem würzigen Käse im letzten Jahr, welches beide nach der Weihnachtsmesse feierlich verspeisten. Dieses Jahr gab ihnen der Dorfwirt eine dampfende Weihnachtssuppe in einen Kochtopf und sprach: „Ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein frohes neues Jahr“. Als die beiden am Holzstand der Feuerwehr vorbeigingen, steckte einer der Mitglieder Arthur eine kleine Tafel Schokolade zu, grinste und meinte „ich wünsche dir ein frohes Fest, kleiner Feuerwehrmann!“. Nach einiger Zeit auf dem Christkindlmarkt, in der viel geredet, gegessen, getrunken und einfach nur die Weihnachtsstimmung genossen wurde, gingen Arthur und sein Opa zur abendlichen Weihnachtsmesse in der großen Dorfkirche. Der Pfarrer predigte davon, dass der wahre Geist der Weihnacht nicht nur aus Schenken, sondern der Gemeinschaft und dem Weltfrieden bestand, anschließend sangen alle gemeinsam Weihnachtslieder und gingen abschließend unter Kerzenschein singend aus der Kirche. Aufgemuntert von alle diesen schönen Eindrücken ging Arthur danach mit seinem Opa die verschneite, mittlerweile leere Dorfgasse entlang, vorbei an den vorher noch so lebhaften Weihnachtsständen, bis beide schließlich in ihrer alten, knarzigen Holzhütte ankamen. Dort erhitzte Opa noch die würzige Weihnachtssuppe des Dorfwirtes, zündete nochmal alle vier Kerzen des Adventskalenders an und las Arthur eine Weihnachtsgeschichte vor. Beide spielten noch eine Weile im dumpfen Kerzenschimmer, bevor sie müde und glücklich ins Bett fielen. „Frohe Weihnachten Opa“, flüsterte Arthur, als Opa die Tür des kleinen Kinderzimmers hinter ihm schloss.

Zur gleichen Zeit stimmte sich auch Lucius‘ Familie im prächtigen Haus neben der großen Dorfkirche bestens auf den Heiligen Abend ein: Der Tisch war festlich gedeckt mit den herrlichsten Speisen und überall im großen Wohnzimmerraum lagen sorgfältig verpackte Geschenke herum. Die Familie hatte bereits Platz genommen und sich zum Mahlgebet eingefunden, als die Kirchenglocken den Beginn des Abends einläutete. Lucius stocherte ein wenig auf seinem Teller herum, hatte aber nicht so wirklich Hunger und ging ans Fenster: unten vor der Kirche sah er Dutzende von Menschen, welche wohl gerade aus der Weihnachtsmesse gekommen waren. Sie alle schienen glücklich, redeten mal mit dem einen und mit dem anderen, doch für Lucius sahen sie von oben nur wie kleine Spielzeugfiguren aus. Und so weit weg diese Leute waren, so gern wäre Lucius in diesem Moment unter ihnen gewesen und hätte gelacht und wäre ein ganz gewöhnlicher Junge gewesen an diesem Heiligen Abend. „Kommst du bitte wieder zurück an den Tisch?!“, mahnte Lucius Vater mit strenger Stimme und widerwillig schlenderte Lucius an seinen Platz. Wie gezwungen schien ihm all diese Zeremonie, die für ihn doch nur das Einhalten sinnloser strenger Regeln bedeutete? Irgendwie widerten ihn all die lieblos aufgestapelten Geschenke an, von denen er bereits genau wusste, in welchem Paket welches Spielzeug war. Mit einem Mal ging ein Ruck durch Lucius und alles wurde ihm zu viel, er stand von seinem Platz auf, rannte weinend in sein Kinderzimmer und sperrte hinter ihm zu. Sein Vater versuchte noch hinter ihm herzurennen und schrie fragend „Was ist denn los, Lucius? Können wir nicht einfach ganz normal unser Weihnachtsfest feiern wie jede andere Familie auch?“. Lucius lehnte seine Stirn gegen die zugesperrte Tür und antwortete: „Wie gerne würde ich auch so Weihnachten feiern wie die Leute in der Kirche! Aber bei uns geht es nicht um das Zusammensein, es geht nur um Regeln und Geschenke, ich möchte heute gerne allein bleiben“. „Wie du willst“, sagte Lucius‘ Vater trotzig, „dann kannst du vielleicht auch gleich ein wenig darüber nachdenken, wie du uns allen den Abend verdorben hast!“. Anschließend ging er zurück ins Esszimmer und Lucius legte sich in sein Bett und dachte noch lange über den Sinn von Weihnachten nach, bevor die stille Nacht langsam in den Schlaf legte.

In dem Moment, in dem nach und nach auch die anderen Lichter ausgingen, flackerte noch ein Haus ganz hell am Rande des Dorfes: Der Adventskranz in Arthurs Haus hatte Feuer gefangen und entbrannte auf dem hölzernen Wohnzimmertisch! „Feuer, Feuer!“ schrie Arthurs Opa nun ganz aufgeregt mit schwacher Stimme und riss Arthur aus seinem tiefen Schlaf. Das Feuer hatte mittlerweile beinahe das gesamte Wohnzimmer erfasst und die beiden liefen hustend und keuchend am Rande der Wand entlang nach draußen, um sich vor den stechenden Flammen in Sicherheit zu bringen. Als sie mit viel Glück und einem noch größeren Schrecken draußen in der Kälte angelangt waren, hörten sie schon, wie ein lautes Heulen die Gasse erfüllte: Die Feuerwehr kam! Viele Männer und Frauen versuchten nun die haushohen Flammen mit Wasser aus Eimern zu bekämpfen, aber alles war vergeblich: Das kleine Holzhaus brannte weiter und verwandelte das dunkelbraune Holz in ein tiefschwarzes etwas, das glühend jede Sekunde damit drohte in sich zusammenzufallen.

„Das tut uns sehr leid, was für eine schreckliche Weihnacht!“, sagte der Feuerwehrmann betrübt, den Arthur am Christkindlmarkt kennengelernt hatte. „Hauptsache, uns ist nichts passiert“, antwortete Arthurs Opa und streichelte Arthur über sein braunes Haar. Mittlerweile hatte sich das ganze Dorf vor dem niederbrennenden Haus versammelt und einige Leute verteilten Punsch und Lebkuchen an die herumstehenden Menschen. Auf einmal begann einer der Dorfbewohner, ein Weihnachtslied anzustimmen, woraufhin erst einmal alle Dorfbewohner ein wenig verdutzt schauten, dann aber einer nach dem anderen in das Weihnachtslied mit einstimmte. Die brennende Hitze des abbrennenden, alten Hauses wärmte alle und ohne zu wissen warum, feierten die Bürger das Zusammenkommen an diesem frühen Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags.

Nur Arthur und sein Großvater waren sehr traurig und verängstigt, wussten sie im Moment ja noch nicht, wie es denn nun weitergehen solle und wo sie in Zukunft wohnen könnten. Das einzige, das Arthur aus dem alten Haus gerettet hatte, war der kleine Feuerwehrmann, den er nun als letztes Überbleibsel fest in seinen Händen festhielt. In diesem Moment kam Lucius, der den traurigen Arthur bemerkte und versuchte ihn zu trösten, als er sein Spielzeug wiedererkannte. „Hey, du hast ja meinen alten Feuerwehrmann, den ich letztens aus dem Fenster geworfen hatte! Unten am Sockel müsste noch mein Name stehen“, sagte Lucius mit einem bedachten Grinsen.

Arthur musterte die Spielzeugfigur am Boden und tatsächlich: in schwarzer Schrift war ‚L U C I U S‘ auf dem Sockel eingeschrieben. „Das tut mir leid“, schniefte Arthur und war zutiefst traurig, dass ihm auch noch das letzte verbliebene weggenommen werden würde, „deinen Namen auf der Figur habe ich nicht gesehen, du kannst ihn aber wiederhaben“. Arthur senkte seinen Kopf und reichte Lucius den Feuerwehrmann, woraufhin dieser nur lachend den Kopf schüttelte und meinte: „Nein nein, ich bin ja selber schuld, dass ich ihn weggeworfen habe. Außerdem ist heute Weihnachten und ich finde, dass auch du an diesem Tag glücklich sein sollst! Mein Wunsch hat sich nämlich bereits erfüllt: ich wollte einfach nur ein ganz normaler Junge sein und mit allen anderen Dorfbewohnern ein schönes Weihnachtsfest feiern!“.

„Das…das ist wirklich sehr nett, danke dir!“, strahlte Arthur über beide Ohren, hatte er nun doch wenigstens einen kleinen Trost in dieser schweren Stunde. „Nur weiß ich nicht, wie ich dieses Weihnachten genießen soll, ich weiß ja nicht einmal, wo ich heute Abend schlafen kann!“, fügte er nachdenklich hinzu, woraufhin der Feuerwehrmann vom Christkindlmarktstand aufhorchte und mit kräftiger Stimme verlauten ließ: „Was für ein Zufall, dass gerade vorne neben dem Feuerwehrhaus eine Wohnung freigeworden ist! Ein reicher Bürger des Dorfes hat sich ein neues Anwesen bauen lassen und die alte Wohnung der Dorfverwaltung übergeben, ich denke, wir haben damit schon einen neuen Mieter gefunden, oder?“. Nun jubelten alle Dorfbewohner und klatschten in die Hände, einige riefen „Hurra“ und „Frohe Weihnachten“ und der Feuerwehrmann führte seine Rede fort: „Leider war dieses alte Haus nicht mehr zu retten, aber damit niemand behaupten kann unsere Feuerwehr wäre unnütz, könnt ihr alle ab Mittag zu uns in das Feuerwehrhaus kommen, wir werden dort ein großes Weihnachtsessen für alle Dorfbewohner veranstalten! Denn eines haben ich und ich denke wir alle heute gelernt: An Weihnachten geht es nicht darum, sich gegenseitig die größten Geschenke zu machen, sondern die Menschen und die Gemeinschaft zu schätzen, die einem wirklich wichtig sind! Diesen Menschen eine echte Freude zu bereiten ist mehr wert als das neuste Spielzeug oder der teuerste Juwelierring, es ist mit Gold wahrlich nicht aufzuwiegen! Lasst uns dieses und alle kommenden Weihnachten bewusster verbringen im Kreis der Menschen, die uns wirklich alles bedeuten!“.

Nach dieser Ansprache klatschten alle Dorfbewohner, umarmten sich gegenseitig und Arthur konnte sehen, wie seinem Opa eine kleine Träne über das rechte Auge lief. Für alle sollte dieser Tag wohl das unvergesslichste Weihnachten aller Zeiten bedeuten.

Und so kam es, dass das kleine Dorf in den Alpen die wahre Bedeutung von Weihnachten an diesem kalten Morgen kennenlernte und fortan sich immer an die wirklich wichtigen Dinge erinnerte, wenn es hinaufblicke zur großen Statue mit dem heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehr.